Jola Spezialschalter K. Mattil & Co. KG
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D-67466 Lambrecht
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Elektrodensteuerungen

Konduktive Regelgeräte,
für die Grenzstandserfassung oder Niveauregelung
von elektrisch leitfähigen Flüssigkeiten

 
Hinweise zum Katalog:
Abweichungen gegenüber den Abbildungen und technischen Daten sind vorbehalten.
Hinweise zum Assistenten:
Es handelt sich hierbei um eine neu entwickelte Informations-Technologie. Erfahrungsgemäß haben innovative Software-Anwendungen am Anfang eine erhöhte Fehlerquote. Sollten Sie sich aufgrund des Auswahlergebnisses zu einer Anfrage oder Bestellung entschließen, bitten wir Sie, hierzu ausschließlich das von uns vorgesehene Formular zur Angebotsanforderung zu verwenden. Wir haben dadurch die Möglichkeit, das Auswahlergebnis zu überprüfen. Danach setzen wir uns umgehend mit Ihnen in Verbindung.
Hinweise zu den Geräten:
Die in diesen Unterlagen beschriebenen Geräte dürfen nur durch entsprechend qualifiziertes Fachpersonal eingebaut, angeschlossen und in Betrieb genommen werden!
 
  1. Prinzip
    Elektrodensteuerungen dienen zur automatischen Steuerung von Pumpen oder Magnetventilen sowie für Überlauf- oder Trockenlaufschutz in Brunnen oder Behältern bei elektrisch leitenden Flüssigkeiten. Die Füllstände werden durch Elektroden abgetastet, die bei Berührung durch die Flüssigkeit Schaltbefehle an das elektronische Relais geben.
    Für eine Zweipunktregelung werden zwei Steuerelektroden und eine Masseelektrode benötigt. Für die Signalisierung eines Füllstandes genügen die Steuerelektrode E1 und eine Masseelektrode. Anstelle der Masseelektrode kann eine metallische, leitende Behälterwand als Masseanschluss benutzt werden.
    Wir empfehlen jedoch in jedem Fall die Verwendung einer separaten Masseelektrode.

  2. Empfehlung für die Verwendung von Elektroden
    Die zu erfassende leitfähige Flüssigkeit sollte eine spezifische Leitfähigkeit von minde- stens 50 µS/cm haben. Die spezifische Leitfähigkeit von Leitungswasser liegt üblicher- weise im Bereich von 100 µS/cm bis 1000 µS/cm.

  3. Empfehlung für die Auslegung der zu verwendenden Elektroden
    a) Gut leitende Flüssigkeiten: Soweit die räumlichen Gegebenheiten es gestatten, raten wir, anstelle einer Mehrfachelektrode mehrere Einzelelektroden mit jeweils ca. 100 mm Abstand einzusetzen.
    b) Schlecht leitende Flüssigkeiten: Werden Elektroden in schlecht leitenden Flüssigkeiten eingesetzt, sollten die Elektrodenstäbe möglichst nahe beieinander montiert werden. Es empfiehlt sich in diesen Fällen die Verwendung einer Mehrfachelektrode anstelle mehrerer Einzelelektroden.
    c) Alle Flüssigkeiten: Wir empfehlen, möglichst eine Elektrode mit Kunststoff-Gewindenippel zu wählen, da der Kunststoff als Isolator wirkt und dadurch der isolierende Abstand zwischen Elektrodenstab und leitfähigem Behälter vergrößert wird. Bei Verwendung einer Elektrode mit metallischem Gewindenippel nimmt derselbe Behälterpotenial (= Masseelektrode E0) an. Der isolierende Abstand zwischen Elektrodenstab und Behälter ist dadurch auf die in der Elektrode verwendeten Isolatoren beschränkt.

  4. Empfehlung für spezielle Problemlösungen - Einsatz von Elektrodensteuerungen in Elektrolyse-Bädern:
    Bei der Installation von Elektroden in Elektrolyse-Bädern ist es in jedem Fall erforderlich, dass die Elektroden quer zum Spannungspfad montiert werden. Sie dürfen nicht entlang desselben eingebaut werden.



    Es ist zu beachten, dass bei beweglich eingesetzten Polen (oder zu galvanisierende Gegensand stellt selbst einen Pol dar) der Spannungspfad sich ändern und dadurch Fehlschaltungen hervorrufen kann.

  5. Elektrodensteuerungen können bzw. sollen nicht verwendet werden:
    a) In elektrisch nicht leitenden Flüssigkeiten (z. B. in Mineralölen);
    b) In breiigen oder zähen Flüssigkeiten;
    c) In Flüssigkeiten mit Schaumbildung (z. B. unter Umständen bei Bier, Waschlaugen
    etc.);
    d) In Flüssigkeiten mit starker Dampfbildung und Kondensatanfall (z. B. bei höheren

    Temperaturen);
    e) In zu Ablagerungen neigenden Flüssigkeiten (z. B. in Kalkmilch, fetthaltigen Abwässern etc.);
    f) In Flüssigkeiten, die grobe Feststoffpartikel enthalten (z. B. Holzstücke, Stoffreste etc.).

  6. Elektrischer Anschluss
    Als Leitung zwischen Elektrode und Elektrodenrelais empfehlen wir die Verwendung von handelsüblichen Installationskabeln (z.B. NYM 2 x 1,5 qmm bzw. 3 x 1,5 qmm).

  7. Entleeren und Befüllen eines Behälters durch eine Elektrodensteuerung
    Vor dem Anschluss des Elektrodenrelais ist zu überprüfen, ob die an die Netzanschluss-Klemmen anzuschließende Betriebsspannung mit dem auf dem Typenschild angegebenen Wert übereinstimmt. Durch den eingebauten Transformator wird die Betriebsspannung auf eine ungefährliche Kleinspannung herabgesetzt und über die angeschossenen Elektroden an die Relaiselektronik geleitet. Sobald die obere Elektrode E1 von der Flüssigkeit erreicht wird, fließt der Erregerstrom durch die Flüssigkeit zwischen E1 und E0, und das Relais zieht an bei den Elektrodenrelais NR 5 A, NR 3 A und ES 5/G bzw. fällt ab bei den Elektrodenrelais NR 5, NR 3 und NR 5/G. Gleichzeitig wird über die Relaiselektronik durch den Elektrodenstrom zwischen der unten angebrachten Elektrode E2 und E0 bewirkt, dass der Schaltzustand jetzt erhalten bleibt, bis der sinkende Flüssigkeitsspiegel die unten angebrachte Elektrode E2 freigibt.

    Das Relais wir also durch E1 bei Höchststand eingeschaltet und durch E2 bei niedrigstem Stand ausgeschaltet. Der potentialfreie Ausgangskontakt ist für die Steuerung von Pumpen usw. geeignet. Er ist für max. AC 4 A ausgelegt. Die max. Spannung darf AC 250 V und die Dauerbelastung der Kontakte 500 VA (ohmsche Last) nicht überschreiten.

    Für die Funktion "Leerpumpen", bei der die Pumpe einen gefüllten Behälter leerpumpen soll, ist das Schütz für den Pumpenmotor nach den Abbildungen auf den Seiten mit den Funktionsdiagrammen "Leerpumpen" anzuschließen. Die Steuerung erfolgt in diesem Falle durch den Schließer der Elektrodenrelais NR 5 A, NR 3 A und ES 5/G bzw. Öffner bei den Typen NR 5, NR 3, und NR 5/G. Die Pumpe wird bei vollem Behälter eingeschaltet, die Ausschaltung erfolgt bei leerem Behälter.

    Für die Betriebsart "Vollpumpen", bei der die Pumpe einen leeren Behälter füllen soll, ist das Pumpenschütz nach den Abbildungen auf den Seiten mit den Funktionsdiagrammen "Vollpumpen" anzuschlließen. Die Steuerung erfolgt in diesem Fall durch den Öffner der Elektrodenrelais NR 5 A, NR 3 A und ES 5/G bzw. Schließer bei den Typen NR 5, NR 3 und NR 5/G. Die Pumpe läuft bei niedrigstem Füllstand und unbenetzten Elektroden an, die Ausschaltung erfolgt, wenn durch die dann benetzte obere Elektrode das Relais anzieht bei den Typen NR 5 A, NR 3 A und ES 5/G bzw. abfällt bei den Typen NR 5, NR 3 und NS 5/G.
 

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